Der Beginn

So wie jedes Jahr, wenn in Stockerau der Sommer Einzug erhält, traf sich eine Gruppe Jugendlicher auf ihrem Stammplatz im Freibad. Wie immer ausgerüstet nicht nur mit Badehose, Handtuch und manchmal auch Sonnencreme, sondern auch mit Fußball, Basketball und genügend Geld für den Schneider-Wirtn. Doch siehe da, plötzlich, es muss so im 96er Jahr gewesen sein, war alles anders.

Auf  dem Fußballplatz angekommen, sah man eine riesige Sandkiste, dazwischen noch ein seltsames Netz gespannt. Dieser Eindruck änderte die Gewohnheiten der Jugendgruppe doch beträchtlich, denn es dauerte nicht lange, und schon wurde der Fußball und der Basketball durch einen Volleyball verdrängt. Damit begnügte sich der Großteil der besagten Gruppe vorerst, ebenso wie die (viel zu vielen) Badegäste.

Doch ein unermüdlicher Kämpfer, der ja nicht umsonst in der Schule zum Managermann ausgebildet wurde, witterte das große Geschäft. Mit der Hilfe eines anderen Managermannes (es muss ja nicht erwähnt werden, dass dieser die selbe Ausbildung genoss) wurde Stockerau um ein Event reicher, das Beachvolleyballturnier für Hobbyspieler. Dieses sollte schon in seiner ersten Ausgabe ein Erfolg werden und die lokale Presse bestaunte die leicht bekleideten Mädchen ebenso wie die durchwachsenen Leistungen auf dem Court.

Es muss wohl am hohen Preisgeld dieses Turniers gelegen sein, aber es fanden immer mehr Leute Gefallen an diesem Sport. So wurde es immer schwerer, die anderen Badegäste vom Court zu verdrängen um selbst zu spielen, auch wollten immer alle gleichzeitig, Rudelvolleyball war die Folge.

Natürlich erkannten auch die jüngsten Besucher des Freibades, dass die große Sandkiste viel cooler ist, so rückten sie mit Puddingformen, Schaufeln, Kübeln, etc. aus und machten den großen Buben, die Beachvolleyball spielen wollten, das Leben schwer. Kurz: es musste etwas getan werden.  Und es wurde auch etwas getan – stundenlang sinniert! Und umso später es wurde, desto abenteuerlicher wurden die Ideen, und umso weniger drehten sie sich um Volleyball. Aber das ist eine andere Geschichte.

Bis endlich die Idee geboren wurde, einen eigenen Verein zu gründen. Und wieder war es einer der Managermänner, der sich hauptsächlich darum kümmerte, was nach dem Gesetz alles nötig war, um die Gemeinschaft der Volleyballer offiziell ins Leben zu rufen.